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22

Nov

2010

Die nächsten Kapitel sind in Planung

Knapp 50 Kommentare auf der Homepage, ungefähr zwei Dutzend E-Mails, mehrere intensive Gespräche per Telefon und sogar zwei Diskussionen via Skype Video haben den Web-2.0-Mitmach-Krimi „Mail-Mord in Neckarstadt“ während der vergangenen Wochen erheblich vorangebracht. Im siebten Kapitel habe ich nun den Auftrag abgearbeitet, Karl-Theodor Schlemen pointierter zu porträtieren.

 

Aufgrund der vielen guten Anregungen und dramaturgischen Hinweise habe ich den erzählerischen Spannungsbogen für die Kapitel 8, 9 und 10 neu gefasst. Kapitel 8 wird innerhalb der nächsten zwei Wochen geschrieben werden und steht dann natürlich auch als MP3-Datei zur Verfügung. In diesem Kapitel wird es darum gehen, zunächst die Reaktionen auf den Mord an Alexander Mitsch im Neckarstädter Rathaus zu beschreiben, dann aber auch die erzählerische Ökonomie ein Stück weit kippen zu lassen, indem die Ermittlungen der Polizei im Neckarstädter Rathaus beschrieben werden.

 

Und dabei wird gleichzeitig - sozusagen in Gebrauchsprosa - das Innenleben der Verwaltung auch mit Thema sein. Dann liegt es natürlich nahe, die bisherigen Ermittlungen des Landeskriminalamtes zusammenzubinden, und dies soll in Kapitel 9 geschehen. Hier sollen nicht nur die Ergebnisse der Spurensicherer, des IT-Auswerters und der einzelnen Ermittlungsbeamten zusammen gefahren werden, vielmehr müsste in dieses Kapitel dann auch das Thema „Überwachung“ stärker eingearbeitet werden.

 

Dabei kann dann auch der von mehreren Mitstreitern gewünschte Stuxnet-Virus thematisch sehr gut mit eingebaut werden. Es läge nahe, hier auch die Grundierung der Mail-Überwachung im Neckarstädter Rathaus in dramaturgischer Hinsicht vorzunehmen. Folgt man jedoch dieser erzählerischen Ökonomie, dann müsste im zehnten Kapitel Karl-Theodor Schlemen damit konfrontiert werden, dass seine Mitstreiter (vielleicht im Bundeskriminalamt, vielleicht auf der Ebene der Landesregierung, vielleicht im Bundesinnenministerium, vielleicht im Bundesnachrichtendienst oder im Verfassungsschutz) nach dem Mitsch-Mord einen Schuldigen suchen und ihm, Karl-Theodor Schlemen, diesen Mord unterschieben wollen.

 

Natürlich müsste sich dann im weiteren Verlauf Schlemens Unschuld erweisen. Dies wäre eine direkte Konsequenz, und nur wenn diese Konsequenz von allen Mitschreibenden und den mitmachenden Dramaturgen erwünscht ist, könnte dann im 11. Kapitel die Verschwörung zur Mailüberwachung und Datenspeicherung im Testgebiet Neckarstädter Rathaus in den Landes- oder Bundesministerien geschildert werden.

 

Somit wären dann die inhaltlichen Erfordernisse, die dramaturgischen Ankerpunkte und die Entwicklungen des Spannungsbogens für die nächsten vier Kapitel festgelegt. Das wäre natürlich eine sehr weit reichende Festlegung, die als Romantext bis zum Jahresende Und über die Feiertage im alten und neuen Jahr produziert werden könnte. Dabei würde gemäß der jetzt vorgestellten erzählerischen Ökonomie und gemäß dem jetzt vorgeschlagenen Spannungsbogen in Kapitel 11 der gesamte organisatorische Aufbau der Mailüberwachung mitsamt dem entsprechenden politischen Hintergrund recht detailliert geschildert werden. Weil dies aber schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt klare und deutliche Hinweise auf die etwaigen Täter geben würde, müsste ein weiterer dramaturgischer Spannung Höhepunkt eingebaut werden. Dies könnte beispielsweise dann ein weiterer Mord in Kapitel 12 sein.

 

Ich finde es sehr wichtig, über diese Punkte nun zu diskutieren und freue mich auf die Hinweise und Meinungen, Ergänzungen und Fortführung der Mit-Dramaturgen und Mitautoren per Electronic Mail, Diskussion im Blog oder auch gern, wenn es zeitlich gerade auskommt, per Telefon.

vgwort-marke23

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Kommentare: 5
  • #1

    Sabine (Montag, 22 November 2010 11:06)

    Das würde heißen, im 11. Kap. kommen endlich die Verschwörer aus dem Innenministerium an die Reihe. Dann baut mal die jüngsten Terrorwarnmeldungen schön mit ein und die unsägliche Diskussion um VDS

  • #2

    Ulrich (Dienstag, 23 November 2010 14:14)

    vorher wäre es geschickt, die Verwaltung mit ihren unglaublichen Strukturen ganz intensiv zu beschreiben.

  • #3

    Johannes (Mittwoch, 24 November 2010 15:41)

    Vielleicht taucht im elften Kapitel ja ein Koffer im Neckarstädter Rathaus auf, der die Ermittlungen in Richtung BKA lenkt und Schlemen entlastet...

  • #4

    Uwe (Freitag, 26 November 2010)

    Also die Vorratsdatenspeicherung sollte auf jeden Fall mit rein. Vielleicht hört das Rathaus ja bereits Telefone ab, nur so als Idee...

  • #5

    Simone (Freitag, 03 Dezember 2010 12:59)

    Warum Schlemens Unschuld? Der hängt da doch ganz dick drin!!!

Was kann ein Comiccast?