Die miesen Entmietungsmethoden von Wüstenrot - ... meint Peter Welchering

Die miesen Entmietungsmethoden von Wüstenrot

Seit mehr als einer Woche ist es ziemlich dunkel in meinem Büro. Tageslicht findet kaum noch den Weg. Denn die Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH hat mein Bürofenster mit Mineralfaserrollen regelrecht „eingemauert“. Seit mehr als einer Woche ist es ziemlich heiß in meinem Büro. Weil die Plastikfolie der Mineralfaserrollen an den entscheidenden Stellen durchstoßen ist, wehen und rieseln Mineralfasern in mein Büro, wenn ich das Fenster öffne. Abendliche Kühle lässt sich so nicht mehr ausnutzen.

 

 

Immerhin tragen die Mineralfaser-Rollen deutliche Warnhinweise: Unter anderem sollen Mineralfasern nicht auf die Haut gelangen, weil sie dort Schäden hervorrufen können.

 

 

Die Wüstenrot Haus- und Wohnbau GmbH will mich mit dieser Maßnahme offenbar dazu bewegen, auszuziehen. Ich habe über derartige Entmietungsmethoden in der Vergangenheit in meinen Rundfunkbeiträgen auch schon berichtet. Doch die haben in Berlin stattgefunden, nicht im beschaulichen Stuttgart. Die wurden von tätowierten Stiernackigen durchgesetzt. Wüstenrot habe ich bisher für einen seriösen Laden gehalten.

 

 

Aber jetzt stellen die mir eben laut Warnhinweis gesundheitsschädliche Mineralfasern vor mein Fenster, um mich zum Ausziehen zu nötigen.

 

 

Das hat mir ein Wüstenrot-Beauftragter auch am vergangenen Donnerstag bei einem Vor-Ort-Termin, den ich extra um 8:00 Uhr möglich gemacht habe, bestätigt, und zwar nicht einmal durch die Blume, sondern ziemlich direkt.

 

Er hat diese Aufforderung während eines Telefonates am Freitag dann noch einmal wiederholt. Ich habe extra noch einmal nachgefragt, um sicherzugehen, dass hier kein Missverständnis vorliegt.

 

 

Wüstenrot will das Hörfunkstudio weghaben. Deshalb sollen Mineralfasern die Arbeitsbedingungen in diesem Büro so weit verschlechtern, dass ich ausziehe.

 

 

Der Hintergrund: Seit Anfang April haben wir hier auf der Baustelle Hohe Straße 8+ 10 und Leuschnerstraße 9, direkt vor und neben dem Hörfunkstudio erhebliche Überschreitungen der gesetzlichen Grenzwerte beim Baustellenlärm. Am 12. Mai 2017 zum Beispiel verursachte der Bohrmeißel einen Schallpegel von 128 Dezibel. Das ist akustische Körperverletzung, und hier bebte die Bude.

 

 

Ich habe die zuständige Aufsichtsbehörde, das Amt für Umweltschutz der Stadt Stuttgart, gebeten, hier für Abhilfe zu sorgen. Denn an Hörfunk-Produktionen ist unter diesen Bedingungen nicht zu denken.

 

 

Als ich die kommunalen Amtsträger genügend genervt hatte, haben die immerhin Messungen vorgenommen. Und in seinem Schreiben vom 2. Juni 2017 musste der Amtsleiter einräumen, dass die gesetzlichen Grenzwerte sogar für den sogenannten „Beurteilungspegel“ überschritten waren.

 

Beim Beurteilungspegel werden massiv Dezibelwerte abgezogen. So gibt es zum Beispiel eine Art Zeitrabatt von 10 Dezibel, wenn nicht volle acht Stunden durchgemeisselt wird. Die Werte werden allerdings vom sogenannten mittleren Schallpegel abgezogen, der in der Regel deutlich unter dem Spitzenpegel und damit weit unterhalb der eigentlichen Lärmbelästigung liegt.

 

 

Hier half also alles Schönrechnen nichts. Sogar der bauträgerfreundliche „Beurteilungspegel“ war überschritten, und dies ergaben selbst Messungen des Gutachters der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH, die allerdings im wesentlichen mit meinen Messungen übereinstimmten. Daran war also nichts zu deuteln, und der Bohrmeißel wurde nicht mehr eingesetzt.

 

 

Das hat die Wüstenrot-Manager wohl erzürnt. Denn sie legten mir daraufhin Mineralfasern vor mein Fenster. Die sind allerdings so angeordnet, dass ein Schallkanal bleibt, so dass die Schallwellen mit dem Baulärm weiterhin auch ganz sicher in mein Studio gelangen können.

Deshalb wurde das Gerüst mit Lärmschutzplatten wohl auch nur zur Hälfte aufgebaut, und die Seite wurde nicht verschlossen. Sonst wäre die Lärmbelästigung in meinem Büro ja nicht mehr ausreichend.

 

 

Wüstenrot hatte mir zu Beginn der lärmintensiven Abbrucharbeiten Geld angeboten, wenn ich ausziehe. Als ich den lächerlich geringen Betrag ablehnte, war man im Hause Wüstenrot deutlich verschnupft.

 

 

Zwar stellte man offiziell auch gegenüber den Aufsichtsbehörden alle möglichen Lärmminderungsmaßnahmen in Aussicht, aber keine wurde verlässlich durchgeführt. Wüstenrot hielt sich nicht einmal an vereinbarte Lärmpausen während einzelner Hörfunkproduktionen, sondern die hauten dann mit der vollen Dezibelkraft ihrer Maschinen extra rein.

 

 

Ich stehe nun vor einer bösen Entscheidung:

 

 

Entweder ich investiere einen Großteil meiner durch meine Tumorerkrankung ohnehin verkürzten Lebenszeit in eine zumindest äußerst unerfreuliche Auseinanndersetzung mit Wüstenrot. Und da weiß ich nicht, was außer Mineralfasern vor dem Fenster noch alles passiert. Zumindest sind mir schon mal Legionen von Anwälten angedroht worden.

 

 

Oder ich gebe den für meine journalistische Arbeit schon ziemlich wichtigen Standort Stuttgart auf.

 

Diese Entscheidung muss ich treffen, und sie belastet mich momentan ziemlich.

 

 

Aber: Ich bin auch ziemlich wütend über die miesen Entmietungsmethoden, die die harten Jungs vom Bau bei Wüstenrot hier durchziehen.

 

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Kommentare: 29
  • #1

    Patrick (Mittwoch, 28 Juni 2017 18:13)

    Oh je. Ja, Wüstenrot ist auch so ein Name, der zumindest bei den Generationen 30+ noch so ein bischen Heimeligkeit und Vertrauen mitschwingen lässt. Wenn man jedoch einen kurzen Blick auf die ganzen Bank, Versicherung, Immobilien Aufteilungen, Abspaltungen, Fusionen Ereignisse wirft, bestehen eigentlich keine weiteren Fragen.

    Durchhalten.

  • #2

    Georg (Mittwoch, 28 Juni 2017 18:19)

    Das sind echt miese Methoden. Ich wünsche Ihnen, dass Sie das alles gut durchstehen.

  • #3

    Fefe Blog leser (Mittwoch, 28 Juni 2017 18:36)

    Ziemlich miese Nummer von Wüstenrot.

  • #4

    Arno Nihm (Mittwoch, 28 Juni 2017 18:38)

    Falls nur die Hälfte der Aussagen objektiv belegbar sind: Anwalt nehmen. Wir sind hier nicht in den USA, hier gewinnt nicht die Seite mit den teureren Anwälten. Das kriegt jeder halbwegs vernünftigte Fachanwalt für Mietrecht hingebogen. Und die Gegenseite zahlt dann spätestens deinen Anwalt wenn sie den Prozess verlieren, wahrscheinlich aber schon vorher im außergerichtlichen Vergleich. Die wollen nicht vor Gericht, sie werden verlieren. Sie bellen nur laut ;)
    Viel Erfolg!

  • #5

    mendel (Mittwoch, 28 Juni 2017 18:53)

    Ich würde mich vom Anwalt auch daringehend beraten lassen, ob es möglich ist, sich die Kosten für ein temporäres Ausweichstudio von Wüstenrot ersetzen zu lassen, da ihres ja aufgrund der Bauarbeiten und überschrittenen Grenzwerte unbenutzbar ist.

  • #6

    Me (Mittwoch, 28 Juni 2017 18:54)

    Spendenlink bitte!

  • #7

    Haenco (Mittwoch, 28 Juni 2017 18:59)

    Da ist man sprachlos. Wie schon von anderen bemerkt, hat Wüsterot auch für mich eher ein langweiliges und freundliches Image gehabt... dass das bei dem angebotenem Portfolio natürlich kaum sein kann.
    Ich wünsche ihnen Kraft für den Kampf, habe aber vollstes Verständniss, fall sie diesem lieber aus dem Weg gehen.

  • #8

    Loetz (Mittwoch, 28 Juni 2017 19:05)

    Bestimmt nix neues aber ich würde Miete mindern/verweigern und wg. vorsätzlicher Körperverletzung und anzeigen. Außerdem das ganz so öffentlich streuen wie nur möglich. Wichtig ist alle Verfehlungen zu dokumentieren und im Idealfall einen Zeugen zu haben. Hilfreich ist manchmal die Anmerkung, dass man die Beteiligten bei nachgewiesener Verfehlung auch persönlich haftbar machen kann.
    Den "Lärmschutz" vor ihrem Fenster bei Unwirksamkeit würde ich auch sofort reklamieren und direkt wieder Amt (und Anwalt) dazuholen.
    Sollten Sie sich durchkämpfen (wollen), wünsche ich ihnen große Nervenstärke und viel Erfolg.

  • #9

    Wüstenfuchs (Mittwoch, 28 Juni 2017 19:06)

    Für den Anwalt könnte man auch ein Spendenkonto einrichten. Ich weiß, das wäre das 10.000ste aber warum nicht versuchen.

    Viel Erfolg.


    Schöne Grüße

  • #10

    Alex (Mittwoch, 28 Juni 2017 19:09)

    Lassen Sie sich auf keinen Fall unterkriegen! Kann man Sie irgendwie unterstützen? Einen Anwalt haben Sie doch sicherlich schon eingeschaltet, oder?

  • #11

    Daniel (Mittwoch, 28 Juni 2017 19:31)

    peter@welchering.de hat ein PayPal Konto.

  • #12

    Phillipp (Mittwoch, 28 Juni 2017 19:31)

    Das mit dem Anwalt ist ja ein ganz toller Tipp... in 12 Monaten ist dann die Güteverhandlung am AG und in 18 Monaten könnte dann schon die erste Verhandlung sein. Dann wird mit einem Urteil in der Sache bestimmt schon in 2-4 Jahren zu rechnen sein...

    Haben Sie alle noch nie jemanden verklagt? Dann sollten Sie sich mal mit der Realität auseinandersetzen...

  • #13

    Stefan (Mittwoch, 28 Juni 2017 19:45)


    Erstmal ist es zutiefst unseriös irgend eine krankheit zu erwähnen um mitleid zu erheischen.
    Abgesehen davon wissen sie nun endlich mal,wie es ihren Opfern geht,
    die im gegensatz zu ihnen nicht einfach woanders hinziehen können.

    ARD und ZDF und co. haben genug eigene Studios,
    wofür sie auch genug Kohle zu unrecht bekommen,
    also nehmen sie einfach eines von dennen und fertig.

    Wer sein Gehalt damit verdient,das Menschen bedroht werden,
    indem er für einen GG Wiedrig finzierten staatsfunk arbeitet(private können schlicht weder gez noch gebührenservice Gelder eintreiben),
    der darf kein Mitleid erwarten,
    wenn eine Firma mal zu den selben methoden greift,
    die man durch seine Arbeit selber gefördert hat.

    Das der NPD die Gelder gestrichen werden sollen,während der ÖRR von jedem Terroristen,Nazi,Kinderschänder gerne Geld nimmt,sagt allles über das System Deutschland.

  • #14

    Raimond (Mittwoch, 28 Juni 2017 19:47)

    Alles Gute Herr Welchering.

    Krebs ist nie fair und kann es nicht sein.
    Aber Firmen und ihre ManagerInnen könnten, wenn sie wollten, keine Schweine sein.

  • #15

    Fnord (Mittwoch, 28 Juni 2017 19:54)

    Absolut richtig, diese Sache öffentlich zu machen. So etwas gehört an die größtmögliche Glocke gehängt. Ein Rechtsstreit wird sich sicher in die Länge ziehen. Nachdem wir nun die traurige Nachricht von Ihrer schweren Erkrankung erfahren haben, befürchte ich leider, daß die Gegenseite - menschenfreundlich und einfühlsam wie sie ist (Ironie) - darauf hofft, daß sich ihr "Problem" auf "biologische Weise löst".
    Der maximale Schaden für die ist schlechte Presse und Kunden, die ihre Geschäftsbeziehungen mit denen deshalb nochmal überdenken.
    Vielleicht wäre es eine Idee, deshalb auch nochmal Wolfgang Rudolph vom cc2 zu kontaktieren. Ihm liegt m.W. Verbraucherschutz u. Gerechtigkeit sehr am Herzen und in seiner Hörerschaft sind Sie ja aus früheren Zeiten noch gut bekannt. Gut möglich, daß auch unter den Hörern einige (noch-)Wüstenrot-Kunden sind…
    Ich wünsche ihnen jedenfalls viel Kraft und eine breite Öffentlichkeit auf Ihrer Seite für alles was noch kommt.

  • #16

    Anton Maier (Mittwoch, 28 Juni 2017 19:58)

    Gesetzliche Regulierung hin oder her, es macht keinen Sinn mit Leuten Geschaeftsbeziehungen fortzufuehren die kein Interesse haben. Ist bei Kuendigungsschutz das gleiche. Es macht keinen Sinn auf die gesetzlichen Regulierungen zu pochen, wenn der Arbeitgeber einen weg haben will.

  • #17

    Joe (Mittwoch, 28 Juni 2017 20:05)

    Diese Bau und Immobilien Branche verliert in den letzten Jahren an Image, dass unglaublich ist. Diese ekel Maßnahmen sind bei einigen Unternehmen gang und gebe, was die Mietfrage und Miet Thematik ansich fundamental in Frage stellt.

    Der Kern dieser absurden Problemen erscheinen mir nur aus einer schleichenden Immobilien Blase zu kommen. Die Investitionen für solche "Maßnahmen" stehen zu keinem Vergleich wie unternehmerisch gewirtschaftet werden soll!

    Bei solchen Firmen wird man nur mit immensen Bußgeldern für Recht und Ordnung sorgen können.

    Diese Missstände an die Öffentlichkeit zu tragen ist aufjedenfall mal kein ein Fehler.

  • #18

    Martin (Mittwoch, 28 Juni 2017 20:21)

    @Stefan Gesundheit!

  • #19

    Marcus (Mittwoch, 28 Juni 2017 20:31)

    Man muss gar kein Kunde bei denen sein. Man kann sich ganz einfach auf deren Webseite einen Berate heraussuchen und dem eine Email schreiben. Ich habe gerade dort wegen der Finanzierung meines (fiktiven) Neubaus nach einem Finanzierungsvolumen von ca 700.000€ angefragt. Nach ein paar emails werde ich meine Entscheidung kundtun, dass ich mit denen nichts zu tun haben werde, weil ich da von so einem ganz üblen Fall von Entmietung gehört habe.

    Vielleicht kann man Geldgier mit Geldgier stoppen?

  • #20

    Misanthropischer Humanist (Mittwoch, 28 Juni 2017 20:35)

    Ekelhaftes Menschenfleisch ... Man fragt sich was außer Sch*iße in den Köpfen solcher Subjekte vorgeht - Anordnende und Ausführende - Man wünscht ihnen das Schlimmste ...

  • #21

    Richard Kaufmann (Mittwoch, 28 Juni 2017 20:50)

    Ob der Chef von Wüstenrot davon weiß? Eine Möglichkeit, ihn direkt zu fragen wäre, ihn über Xing zu kontaktieren. Wer kein Premiummitglied ist, kann ihn nicht fragen. Er kann aber eine Kontaktanfrage stellen und sein Frage, natürlich höflich formuliert und ohne iregndwelche Drohgebähren, auf diesem Wege stellen. Sonst wird man bei Xing ganz schnell gesperrt. Der Mann ist hier https://www.xing.com/profile/Bernd_Hertweck4 zu finden.

  • #22

    Matthias (Mittwoch, 28 Juni 2017 20:55)

    Die "Wüstenrot Haus- und Wohnbau GmbH" ist ja per Google ganz leicht zu finden... wie wär's denn mal, wenn hier jeder ein paar Mal auf diversen Durchwahlnummern anruft, um denen die Meinung zu sagen? ;-)

  • #23

    Claudio (Mittwoch, 28 Juni 2017 20:56)

    Strafanzeige. Kostet nichts und die Staatsanwaltschaft kümmert sich. Würde vorschlagen arglistige Körperverletzung evtl. Mordversuch (wg. Tumorerkrankung).

  • #24

    Klaus (Mittwoch, 28 Juni 2017 21:39)

    Die Idee von mendel Kommentar #5 mit dem "temporären Ausweichstudio" bei gleichzeitiger Einstellung der Mietzahlungen finde
    ich interessant.

    Klar ist, daß ohne eine/n engagierte/n AnwaltIn es nicht geht.

    Stuttgart - Ludwigsburg - Esslingen - Filderstadt - Böblingen ist ja quasi
    ein Regionalraum. Da unterscheiden sich die neo-liberalen Methoden nicht.

    Ich bin weggezogen. Wegen Unverträglichkeit. Auch gesundheitliche Gründe. Von daher habe ich größtes Verständnis, wenn man seine seelisch-geistige Energie auf positive Ziele - und auch Nicht-Ziele - Zen nicht ausschließen - richtet.

    Gewinnen und verlieren - the game of fame and blame - ist ja alles sehr relativ.

    Howgh.

  • #25

    Nicht Lustig (Mittwoch, 28 Juni 2017 21:54)

    Nur weil ich hier so einen tollen Tipp gelesen habe:
    Den größten Fehler, den ein Mieter machen kann, ist nicht zu zahlen. Fragen Sie einen Anwalt.

  • #26

    Jaffe (Mittwoch, 28 Juni 2017 22:00)

    Ich würde niemals ausziehen!
    Aber es zwingt dich niemand im Büro Deine Hörfunkproduktionen zu machen. Ich habe schon klassische Konzerte mit ein paar Kondensatormikrofonen und einem A/D-Wandler und nem Laptop aufgenommen.
    Das ganze Zeugs passt in einen Pelikankoffer und der in einen Kofferraum.
    Fahre irgendwo hin, wo Ruhe ist. Z.B. eine Fabrikbrache, ein verlassener Bahnhof.
    Baue da Deinen Kram auf.
    Noch besser: kaufe ein altes Wohnmobil als Ü-Wagen, und fahre abends an den See oder einen Wanderparkplatz und mache Deine Sendungen von da.
    So hasst du was für Deine Seele getan (schöner Sonnenuntergang am See) und rundfunkproduktion kannst Du auch machen.
    Schick ab und zu jemanden zum Post leeren in Dein "Büro" und habe studentische Voluntäre, die an Deiner Stelle mit Wüstentod meckern.
    Und die Voluntäre können ja mal eine Sendung über Wüstenrot und deren Methoden machen. EOS5D aus der Hand gefilmt, ein Richtrohrmikrofon mit Fell und das bei Youtube hochgeladen, wirst Du den Streisand-Effekt ernten, und die Manager von Wüstentod werden Dir den roten Teppich ob der negativen Publicity rollen.

    Nur nicht unterkriegen lassen, weder von denen noch von Deiner Krankheit. Mögest Du bald genesen.
    Jeder Tag an dem Du glücklich bist, ist ein guter Tag. Versuche jeden Tag ein fröhliches Lied zu singen. Und alles passiert zum Guten, wenn Du aus jeder Situation was gutes machst.
    Sei glücklich!

  • #27

    Andy W. (Mittwoch, 28 Juni 2017 22:07)

    Alles gute trotz widrigen Bedingungen. "Oben bleiben"!

  • #28

    einer von zu vielen.. (Mittwoch, 28 Juni 2017 22:07)

    Danke, weiß ich schon mal, wem ich mein Geld definitiv NICHT geben werde.

  • #29

    van Grunz (Mittwoch, 28 Juni 2017 22:10)

    Mietminderung ist möglich, in krassen Fällen sogar bis zu 100%, aber nur von der Kaltmiete. Die Umlage sind davon nicht betroffen. Man muß den Vermieter auf jeden Fall im Vorfeld über diese Maßnahme informieren, und man sollte sich rechtlich absichern, gerade im Gewerbe. Da laufen die Hasen doch ein wenig anders als im Privaten. Ich bin aber zuversichtlich, daß diese Form der Nötigung eine Minderung zu 100% rechtfertigt, wenigstens zu 80%.

    Ich mußte mich einmal intensiv mit dem Mietrecht auseinander setzen, weil ich auch an einen geldgeilen Vermieter geraten bin, der nix machen, aber nur Kohle sehen wollte, daher bin ich da ein wenig firm drin. BTW kann ich den Mieterschutzbund, egal für wen, nur sehr empfehlen.

    Streß ist das Letzte, was man bei einer Krebserkrankung gebrauchen kann, denn der beschleunigt das Ganze nur noch. Am besten in den sauren Apfel beißen und den ganzen Kram hinter sich lassen, ein friedliches Leben führen und einen guten Vermieter suchen. Ich hoffe, daß eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen wurde.

    Viel Glück!

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