So

03

Mär

2013

Wenn Politiker übergriffig werden

Wenn Politiker übergriffig werden

 

dann müssen Journalisten darüber berichten. Sie müssen die übergriffige Tat sauber recherchieren und beschreiben. Die Konsequenzen daraus muss dann jeder Leser, Hörer oder Zuschauer selbst ziehen, ggf. muss auch die Justiz tätig werden. Wenn das funktioniert, funktioniert der Rechtsstaat, dann nehmen wir Journalisten unser Wächteramt wahr.

 

Nun funktioniert aber dieses Modell zunehmend nicht mehr. Da müssen wir uns natürlich fragen, woran das liegt. Wir Journalisten nehmen unser Wächteramt beispielsweise mitunter nicht mehr richtig wahr, weil wir die Mittel dafür nicht mehr haben. Da werden Recherchetage gestrichen, es werden Honorare gesenkt. Da wird weiterhin mitunter Einfluss von Verlegerseite genommen. Und da da drohen Politiker mit ihren Einflussmöglichkeiten auf Chefredakteure, Redaktionsleiter, Rundfunkräte und Verleger.

 

Doch was passiert eigentlich, wenn Politiker gegenüber Journalisten direkt übergriffig werden? Die Frage stellte ich mir und zahlreichen Kollegen, nachdem im Zuge des Pattonviller Finanzskandals gleich mehrere CDU-Politiker mir ganz offen drohten. Sie legten mir nicht nur nahe, meine Recherchen dazu einzustellen, sondern es ereigneten sich – nicht ganz plötzlich, sondern nach Ansage - merkwürdige Zwischenfälle in meinem Büro und Hörfunkstudio.

 

An einem Mittwoch sagte mir ein CDU-Politiker, ich solle mal besser die verschwundenen Gelder in meiner Heimatstadt Pattonville vergessen, denen zumindest nicht mehr nachspüren, immerhin hätte ich doch bei einer 100prozentigen Tochter der Stadt Kornwestheim meine Büroräume gemietet. An einem Donnerstag, dem Tag darauf, gab mir ein Parteifreund dieses CDU-Amtsinhabers, zugleich Geschäftsführer eben jener 100-prozentigen Tochter der Stadt Kornwestheim, deutlich zu verstehen, dass man über meine Recherchen nicht erfreut sei und ob ich mich eigentlich als Journalist noch wohl fühlen würde im Techmoteum, dem Technologiezentrum, in dem ich meine Büro- und Studioräume gemietet habe.

 

Ich sagte dem Herrn Geschäftsführer, er solle sich keine Sorgen machen, immerhin sei ich ja bereits acht Jahre im Techmoteum Mieter, das würde doch wohl für sich sprechen. Kurz darauf hatte ich während einer Produktion einen Leitungsausfall. Auch die Ersatzleitung fiel aus. Zum Glück arbeitet mein Hörfunkstudio mit der in der ARD so beliebten „Dreifachredundanz“, und die Satellitenverbindung sorgte dafür, dass die Störung nur geringe Konsequenzen hatte.

 

Die Techmoteum-Geschäftsführung ließ mir auf meine Nachfrage hin mitteilen, es sei offensichtlich bei Arbeiten an der Leitungsinfrastruktur zu diesen Störungen gekommen. Man bedaure dies. Im persönlichen Gespräch fügte der Herr Geschäftsführer die Frage hinzu, ob ich mich immer noch als Journalist mit so sensiblen Arbeiten wohlfühlen würde.(Hatte er den Pattonviller Finanzskandal gemeint? Ich glaube schon.)

 

Ich bat die Deutsche Telekom AG, der Störung nachzugehen. Ergebnis: In einem Schaltschrank waren zwei Leitungsverbindungen regelrecht gekappt worden. Ich teilte dem Herrn Geschäftsführer mit, dass ich von einem sehr zufälligen Aufeinandertreffen seiner unglücklich formulierten Anfrage und dem Leitungsausfall ausgehe. In einem so sensiblen Geschäft wie dem meinen müsse man eben aufpassen und sich sehr genau überlegen, was man tue, wurde mir mitgeteilt. „Sch....“, dachte ich und ließ die Leitungen zusätzlich absichern.

 

Inzwischen hatten sich durch weitere Recherchen die Indizien verdichtet, dass wir es im Pattonviller Finanzskandal nicht nur einfach mit verschwundenem Geld zu tun hatten, sondern auch mit dem unerklärlichen Umstand, dass die Verwaltung es doch tatsächlich einfach „vergessen“ hatte, von bestimmten Gläubigern, wichtige Menschen, eng mit den politisch Verantwortlichen der Zweckverbandsverwaltung bekannt, Abwasseranschlussgebühren zu kassieren. Und da wiederholte sich dieses Spiel. Allerdings fiel diesmal keine Produktionsleitung aus, sondern der Strom.

 

Dass man sich in einer solchen Situation fragt, ob man zufällig gerade einer wilden Verschwörungstheorie aufsitzt, ist vermutlich verständlich. Nun, ich machte die Probe aufs Exempel. Ich konfrontierte die Verwaltung in Pattonville öffentlich mit der Anfrage, ob bei den zwar in Rechnung gestellten, aber anschließend nicht beigetriebenen Anschlussgebühren, die zudem vertuschenderweise auf ein Sammelkonto gebucht worden waren, Korruption ausgeschlossen werden könne.

 

Und es geschah, was im schwarzen Filzland Baden-Württemberg wohl geschehen musste: Meine christdemokratischen Freunde brachten mir gegenüber ihren – jetzt sogar sehr großen - Unmut mehr als deutlich zum Ausdruck, man sei irritiert, sagte mir mein Geschäftsführer der Vermieterin mit einem gewissen Nachdruck und legte mir nahe, das Mietverhältnis zu beenden - und sehr verklausuliert andeutend, so dass juristsich natürlich keine Handhabe besteht -  oder weniger sensiblen Themen nachzugehen und: Der Strom fiel noch einmal aus.

 

Ich zog die Konsequenzen aus diesen seltsamen Zwischenfällen, suchte mir neue Büroräume in Stuttgart und kündigte mein Mietverhältnis mit der Techmoteum GmbH. Ich wollte mich hier nicht unter Druck setzen lassen. Zum 1. Mai 2013 ziehe ich nach sechmonatiger Kündigungsfrist um.

 

Dietmar Allgaier, CDU, Erster Bürgermeister in Kornwestheim und Geschäftsführer der Techmoteum GmbH, der 100prozentigen Tochter der Stadt, von der ich meine Büro- und Studioräume bisher gemietet hatte, teilte mir – mit einer Kopie an alle Mieter – im Februar 2013 per Mail mit, er „freue“ sich „bereits auf den Tag, an dem“ ich „die Techmoteum GmbH verlassen“ hätte und beziehe dies „auf die immer wieder von „ mir „auftretenden Störungen (sic!)“. Diese angesprochenen Störungen  - das müssen die Recherchen im Pattonviller Finanzskandal sein, der übrigens jetzt nach erheblichem Druck aufgeklärt wird.Denn da habe ich die im schwarzen Filz fröhlich vereinten Kommunalpolitiker wirklich gestört. Das gebe ich gern zu.

 

Ich habe die Gründe für meine Kündigung recht allgemein in einem Blog-Beitrag benannt. Und von den Reaktionen auf diesen Blog-Beitrag war ich dann wirklich überrascht bis schockiert. Denn es meldeten sich vier weitere Kollegen bei mir, die mit Tochtergesellschaften von Kommunen als Vermieterin ähnliche Erfahrungen gemacht hatten. Ich bin also nicht der krasse Einzelfall, sondern ein derart übergriffiges Verhalten von Bürgermeistern und Kommunalpolitikern gegenüber Journalisten scheint durchaus üblich zu sein.

 

Vollends irritiert hat mich, dass die vier Kollegen, die ähnliche Erfahrungen mit übergriffigen CDU-Politikern gemacht haben wie ich, von diesen Amtsträgern mit Bananerepublikverständnis so eingeschüchtert waren, dass sie dringend um Anonymität gebeten haben. Sie arbeiten frei unter anderem auch für regionale und lokale Zeitungen und befürchten, nicht mehr beschäftigt zu werden, wenn ihre Identität bekannt würde. Neue Büroräume nach der Auseinandersetzung mit den örtlichen CDU-Granden zu bekommen, sei schon schwierig genug gewesen. Jetzt würde man deshalb auch in der journalistischen Arbeit deren Kreise nicht mehr stören.

 

Für mich lautet das schreckliche Fazit dieser Kollegen: Wenn Politiker übergriffig werden, gibt es Journalisten, die sich erpressen lassen.

 

Hier müssen wir dringend etwas tun!

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Kommentare: 42

  • #1

    Dieter (Sonntag, 03 März 2013 10:09)

    Ihr Blogeintrag erschüttert mich. Ich dachte bisher, so etwas wäre bei uns nicht möglich. Ich hoffe, daß andere Medien aufmerksam werden und ihren Fall aufnehmen.

    Ich würde den Titel allerdings etwas ändern. Der ist zwar zutreffend, ich hatte jetzt allerdings eine sexistische Geschichte wie bei Reiner Brüderle erwartet.

  • #2

    ClaudiaBerlin (Montag, 04 März 2013 00:05)

    GRUSLIG! Es wird immer schlimmer mit der kriminellen Energie jener, die einen demokratischen Rechtsstaat nur gut finden, solange sie in ihren Bereicherungsabsichten nicht gestört werden!

    Hab' das Blog abonniert und den Beitrag weiter gemeldet - und ja, ich finde es IN DIESEM FALL sogar legitim, mit der Überschrift auf ein "großes Mem" aufzusetzen. Denn DIESE üblen Machenschaften sind wahrlich auch einen AUFSCHREI wert!

  • #3

    Wolfgang (Montag, 04 März 2013 08:47)

    Abwählen! Abwählen! Abwählen!

  • #4

    Herbert Trimmer (Montag, 04 März 2013 09:28)

    Der Techmoteum GmbH wird schnell klaren werden welchen Bärendienst man sich geleistet hat. Das Internet wird die Techmoteum GmbH ab jetzt genau ins Auge nehmen und jeder noch so kleine Fehltritt wird öffentlich gemacht werden, so viel ist sicher. Das wird Herrn Dietmar Allgaier bestimmt gefallen, zeigt es doch wie gut er "Öffentlichkeitsarbeit" im Informationszeitalter verstanden hat. Vielleicht ist jemand so freundlich und druckt ihm diese Information aus.

  • #5

    Peer Spektive (Montag, 04 März 2013 17:17)

    Das ist wirklich mehr als übel. Bestimmt wäre es auch keine Verleumdung, hier von "mafiösen Verhältnissen" zu sprechen. :-)
    Gut, dass Sie sich nicht haben einschüchtern lassen. Bananenrepublik Deutschland.

  • #6

    Max (Dienstag, 05 März 2013 09:15)

    Weitermachen. Der Bildblog hat diesen Artikel schon verlinkt!
    Das Gute ist, dass diese ganzen Schwarzfilz-Politiker keine Ahnung haben, wozu Social-Media fähig ist.

  • #7

    dave (Dienstag, 05 März 2013 09:32)

    Wahnsinn wie ungeniert da Einfluss ausgeübt wurde, sind ja schon Gangstermethoden. Ich fühle mich bei so nem Verhalten bisschen an Wulff erinnert. Nur ist hier kein schmieriges Blatt involviert dass die ganze Sache öffentlich breitwalzt. Danke für deine Hartnäckigkeit an der Story dranzubleiben und deinen Mut diesen Mist ans Licht zu bringen!

  • #8

    Nao (Dienstag, 05 März 2013 09:43)

    Wirklich gruselig das Ganze. Ich kann gut nachvollziehen, dass man da erst einmal an seinem Verstand zweifelt. Aber das waren dann auch für meinen Geschmack ein paar Zufälle zu viel. Mit Korruption rechnet man ja noch, aber mit solch mafiösen Verhältnissen? Ich wünsche Ihnen jedenfalls viel Kraft und Durchhaltevermögen auf Ihrem weiteren Berufsweg. Toll, dass Sie sich nicht unter kriegen lassen!

  • #9

    bombjack (Dienstag, 05 März 2013 10:04)

    [...]Ich bat die Deutsche Telekom AG, der Störung nachzugehen. Ergebnis: In einem Schaltschrank waren zwei Leitungsverbindungen regelrecht gekappt worden.
    [...]

    Kurz und knapp:

    http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__317.html

    und da dort Fahrlässigkeit explizit erwähnt wird, kann sich ein Herrn Geschäftsführer nicht mir einem "Sorry" herausreden....und ab dem Zeitpunkt wird es interessant wie weit da jemand den Kopf hinhalten möchte.....

    bombjack

  • #10

    Anna-Maria (Dienstag, 05 März 2013 10:51)

    Ich wohne in Kornwestheim und kenne das politische Klima hier gut. Sie werden sich nicht wundern, wenn ich sage, dass ich keineswegs überrascht bin von den hier geschilderten Verhältnissen.

  • #11

    Hives (Dienstag, 05 März 2013 11:05)

    Danke für den Beitrag! Wirklich haarsträubend!

    Ich hoffe, dass Sie das belegen können, denn sonst wird das ganze wie immer im Sande verlaufen. Da wird sich gewunden und geweht, herausgeredet und geschwiegen bis es keinen mehr interessiert.

    Der Glaube an die "Demokratie" und die "Politik" schwindet und schwindet...

  • #12

    A.P. (Dienstag, 05 März 2013)

    Als junger Student habe ich zwei Praktika im Lokalen getätigt: Ein mehrwöchiges in der Lokalredaktion und ein mehrmonatiges beim Lokalfernsehen, beide in meiner kleinen Heimatstadt. In der Zeit habe ich etliche Stadtratssitzungen miterlebt. Danach war ich vollkommen desillusioniert: Einen solchen Kindergarten hätte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen mögen; meist ging es um persönliche Befindlichkeiten, auf unterstem Niveau. Damals ist mir auch der Respekt des naiven Bürgers vor dem Amtsträger gründlich ausgetrieben worden.

  • #13

    PeterS (Dienstag, 05 März 2013 11:24)

    @Wolfgang #3:
    Wen wollen Sie wählen? Vielleicht die Grünen oder gar die Arbeiterverräter von der SPD? Angenommen, sie wählen die Schwarzen raus, dann kommen die garantiert in Form einer "Koalition" zur Hintertür wieder herein.
    Ich bin zwar kein Journalist, habe mich aber öfters als Leserbrief-Autor versucht und erlebt, wie LBs gekürzt oder gar nicht erst veröffentlicht wurden, wenn sie der Politik nicht entsprqachen. Ähnliches wie dieser Blogeintrag gibt es hier auch, nur noch viel ungenierter. Da drängten Lokalpolitiker einer etwas größeren Universitätsstadt eine Gruppe vom Eigentumswohnungsbesitzern zum Verkauf, bevor sie enteignet werden. Raten Sie mal, an wem die verkaufen mußten? Von dieser "Demokratie" halte ich nichts. Sie ist das exakte Gegenteil von dem, wofür wir hier im hohen Nordosten 1989 auf die Straße gegangen sind.
    Grüße aus RDG

  • #14

    Peter (Dienstag, 05 März 2013 11:35)

    "Übergriffig werden" ist aber keine Sprachkonstruktion, auf die Du als Journalist stolz sein kannst. Als Jurist kenne ich sowas sonst nur aus Polizeiberichten, in denen dann z.B. auch gern mal "fußläufig zu erreichen" steht.
    Abgesehen davon: Danke für diesen Blogbeitrag.

    Peter

  • #15

    Theresa (Dienstag, 05 März 2013 12:06)

    @AP
    Besuchen Sie mal eine Gemeinderatssitzung in Kornwestheim und erleben Sie OB Keck und BM Allgaier live - dann ist Ihnen der Respekt vor solchen Amtsträgern endgültig ausgetrieben.

  • #16

    Patrick Wiermer (Dienstag, 05 März 2013 12:56)

    Dranbleiben, Peter!

  • #17

    Chris (Dienstag, 05 März 2013 13:14)

    Super-Artikel. Das Phänomen ist sicher nicht allein auf die Provinz beschränkt. Auch in Städten wie Köln ist man als unbequemer Fragensteller schnell im Abseits und gilt als "schwierig".

  • #18

    Dirk (Dienstag, 05 März 2013 14:09)

    Das Problem ist, dass solche Strukturen im Verborgenen funktionieren. Deshalb müssen solche Finanzskandale und das skandalöse Verhalten Journalisten wie Ihnen ggü öffentlich werden - weitermachen bitte.

  • #19

    Fnord (Dienstag, 05 März 2013 16:26)

    Fehlt nur noch, dass sie dir Pferdeköpfe vor die Tür legen. Du must den Paten von Kornwestheim ja echt grantig gemacht haben. Hoffentlich eskaliert sowas mal zur tagesschau hoch und wird lückenlos aufgeklärt. Idealerweise kurz vor der Bundestagswahl ;-)

  • #20

    ASPB (Dienstag, 05 März 2013 16:49)

    Vielen Dank für Ihre Hartnäckigkeit und diesen Artikel.
    Da kann man gar nicht so viel fressen, wie man kotzen möchte - angesichts von Sumpf, Intrigen, Seilschaften etc. unter dem christlichen Deckmäntelchen!

  • #21

    Informant (Dienstag, 05 März 2013 21:21)

    Befasst euch mal mit dem Fall Gustl Mollath!
    http://www.politaia.org/politik/fall-mollath-offener-brief-des-richter-i-r-heindl-an-beate-merk/
    Wusstet ihr, dass in Deutschland unschuldige Menschen für mehrere Jahre ins Gefängnis landen, obwohl keine Beweise und Indizien vorlagen? So ist das geschehen mit dem Justizopfer Horst Arnold und kein Einzelfall ist!
    http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/799280_reportage-dokumentation/13126316_unschuldig-in-haft-wenn-der-staat-zum-taeter

  • #22

    Wolfgang Jacques (Dienstag, 05 März 2013 22:33)

    Da Ihr Name mir aus dem DLF wohlbekannt ist, habe ich die Blog-Artikel umso aufmerksamer gelesen. Ich dachte, ich bin gut aufgeklärt - aber dass einem auf der kommunalen Ebene der Strom abgedreht wird und dass es Lokalblätter gibt, die DERMASSEN am Tropf des Bürgermeisters hängen, hätte ich tatsächlich nicht für möglich gehalten. Danke und alles Gute!

  • #23

    kleitos (Mittwoch, 06 März 2013 11:39)

    Es ist kein Wunder, dass sich die Politik und die ehmalige 4. macht im Staate gemütlich eingerichtet haben.

    Un nun kommt das böse Internet und stört die heimelige Zweisamkeit und erschwert das "druchregieren".

    Deshalb fremdelt die etablierte Politik ja so beim Internet.

    Denn: quod licet iovi, non licet bovi.

  • #24

    UH (Mittwoch, 06 März 2013 14:27)

    Oh Heimatland!
    Wurde Zeit, dass wir wenigstens auf Landesebene den Filz mal zum Lüften raushängen!

  • #25

    Marianne (Mittwoch, 06 März 2013 17:02)

    Früher erschienen solche aufklärenden Beiträge in der weltbühne, heute im Internet. Gut dass sie noch immer geschrieben werden. es hat sich in den letzten 100 Jahren nichts geändert in Deutschland. O weh!!

  • #26

    Stephan k (Donnerstag, 07 März 2013 09:20)

    Ich glaube es gibt bei kleineren Kommunen oft ein grundsätzliches Missverständnis beim Selbstverständnis der "Mächtigen". Man "hilft sich" gegenseitig und schanzt sich Aufträge zu und bügelt unliebsame Kritik ab. Sehr schön bei uns im Norden zu beobachten, wenn Gemeinderäte und Landwirte Windparks zusammen auskungeln...

  • #27

    @nonym (Donnerstag, 07 März 2013 14:03)

    Ich zweifle mehr und und mehr an unserem Rechtsstaat. Das kann doch nihct wirklich passiert sein? Die anderen Blog-Einträge deuten aber darauf hin...
    Gibt es ander Kommunen mit ähnlichen "Maßnahmen" gegne "schwierige" Bürger?

  • #28

    Martin (Donnerstag, 07 März 2013 14:26)

    In Baden-Württemberg kommt eine über 50jährige Herrschaftstradition der CDU hinzu. Da gilt in der Kommunalpolitik eben auch das Schema von Befehl und Gehorsam. Ihre Recherchen passen überhaupt nicht in dieses Schema, also haben die "Dorfältesten" zu dem ihnen bekannten und vertrauten Mittel gegriffen und Druck ausgeübt. Nach meinen Erfahrungen müssten die jetzt total irrtiert sein, dass das in Ihrem Fall nicht geklappt hat. Sie sollten auf sich aufpassen, das meine ich in echter Sorge, denn da hat es in der Vergangenheit üble Aktionen gegeben. Zumindest stets ein einsatzbereites Handy mit gespeicherter Notrufnummer sollten Sie dabei haben und zwar ständig.

  • #29

    Markus (Donnerstag, 07 März 2013 14:38)

    Ich hab da mal etwas recherchiert und dabei kam ganz schnell raus: Welchering ist Landesvorstandsmitglied des Journalistenverbandes, er ist Presserat, er sorgt in DLF und FAZ für Diskussionen, die echt mal Konsequenzen haben, ist in der Bundespolitik ganz gut vernetzt usw. etc. Mal ehrlich Herr Allgaier, wollten Sie dem mit dummen Aktionen ans Bein pinkeln und haben sich erhofft dass das Wirkung zeigt, dass der einkickt? Das können Sie sich vielleicht bei Ihren Lokal-Fiffis erlauben, jetzt wird das Netz Ihnen sagen, lass es sein. Und zwar so lange, bis Sie endlich mit Ihren komischen Aktionen aufhören.

  • #30

    Jo (Samstag, 09 März 2013 19:11)

    Die Politik der CDU im Filzland Baden-Württemberg ... Wirklich verwundert bin ich jedoch nicht. Als die CDU noch die Landesregierung stellte, wurden auch Journalisten festgesetzt, andere wegen angeblich "politischer Beleidigung" über Strafverfahren mundtot gemacht. Auch bundespolitisch ist das nicht viel anders. Das Leistungsschutzrecht ist der beste Beweis. Kleine Verlage und vor allem Blogger können damit ganz legal zum Schweigen gebracht werden.

  • #31

    gast (Montag, 11 März 2013 06:02)

    Stirbt irgendwann der Glaube, dass die politishen Verhältnisse in der Bundesrepublik so sind, wie sie in der Schule geleert werden? Ich hoffe. Ansonsten ilft nur: Stärker glauben!

  • #32

    Rano (Montag, 11 März 2013 13:36)

    Ein Journalist mit Mut! Herzlich willkommen in meiner persönlichen Blog-Favoritenliste

  • #33

    Georg (Freitag, 15 März 2013 13:59)

    Die Zahl der Skandale setzt sich mit dem Verkauf des Holzgrundareals ohne Ausschreibung fort. Die Bürgermeisterriege soll im Gemeinderat gesagt haben, investigatives sei nicht zu erwarten, die Journalisten habe man im Griff. Jetzt wissen wir auch wie die die im Griffe haben wollen.

  • #34

    Martin (Samstag, 16 März 2013 13:14)

    Die Causa zieht breitere Kreise. Dass Allgaier, Keck und Schlumberger unfähig sind, ein öffentliches Amt auszuüben, erkennen immer mehr Bürger und Journalisten.
    Hier berichten die Deutschen Wirtschafts-Nachrichten über die Pattonviller Finanzaffäre und die Folgen. Solche Berichte tun der Bundes-CDU natürlich weh. Wetten, das gibt Haue für Allgaier, Schlumberger und Konsorten von Kauder?

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/03/16/steuergelder-im-landkreis-ludwigsburg-spurlos-verschwunden/

  • #35

    Monika (Samstag, 16 März 2013 13:25)

    Allgaier für Kornwestheim und das Techmoteum, Keck für Kornwestheim und Pattonville, Schlumberger für Remseck und Pattonville - die haben endlich mal die nötige bundesweite Aufmerksamkeit die diese Politiker verdient haben.

  • #36

    Dirk (Samstag, 16 März 2013 14:54)

    Von Parteimitgliedern wie Allgaier und Schlumberger wird sich eine CDU trennen müssen, wenn sie zukunfsfähig werden will. Diese Dinos passen nicht merh in eine moderne und demokratische Welt. Die sind irgendwann in der Filbinger-Ära stehengeblieben.

  • #37

    Christian (Samstag, 16 März 2013 16:25)

    Nun, Sie haben mit Ihrer Forderung nach Aufklärung klar gemacht, dass das "Geldverdienen" in der Politik Grenzen hat. Das finden die genanten Herren und genannte Dame offenbar überhaupt nicht gut.

  • #38

    David (Montag, 18 März 2013 12:38)

    Wie lange wollen die Bürger Pattonvilles, Remsecks und Kornwestheims sich das noch gefallen lassen. Wo bleiben die Monatgsdemos in diesen Städten. Ehrlich, Leute, wenn ihr dem jetzt nicht endlich Einhalt gebietet, seid ihr selbst schuld. Wenn Allgaier, Keck und Schlumberger den Rechtsstaat und die geltednen Gesetze so mit Füßen treten, wollen sie einen anderen Staats. Demokraten seid wachsam und überlasst diesen Leuten nicht die Republik, sie machen was Autoritäres Böses draus.

  • #39

    Wolf (Montag, 18 März 2013 18:24)

    Dass sich hier so vieel empören ist ja prima. Aber wie lange sind denn nun Allgaier, Keck, Schlumberger nach diesen deftigen Fehltritten noch im Amt? Sehe Sie? Finde den Fehler!

  • #40

    Dieter W. (Freitag, 12 Juli 2013 13:48)

    Gruselig kann einem da werden, vor allem wenn man mitbekommt wie immer und immer wieder versucht wird, solche mutigen Journalisten und Blogger mit Anwälten und einer Phalanx übler Amtsträger mundtot zu machen.

  • #41

    Martin Welchering (Sonntag, 17 November 2013 11:11)

    Böses muß man dauerhaft bekämpfen

  • #42

    Bernhard (Samstag, 11 Januar 2014 10:52)

    Kümmern Sie sich noch um die Korruption in Kornwestheim und Pattonville? Oder haben Sie dieses Kapitel nach Ihrem Büroumzug nach Stuttgart einfach abgeschlossen? Das würde mich mal interessieren.

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